Die Whiskyherstellung

Wasser ist natürlich eines der Hauptelemente, welches eine Brennerei benötigt. Allein schon zum Kühlen der Kondensatoren und zum Reinigen der Brennblasen. Nicht nur, dass es eines der wenigen Naturprodukte zur Whiskyherstellung ist, so haben doch viele Brennmeister ihre eigene Philosophie und den Glauben an die Einzigartigkeit ihres Malts durch das Wasser.

Die einen sind von der Weichheit ihres Wassers, die anderen von dessen Härte überzeugt. Hartes Wasser verleiht dem Whisky mehr Würze, weiches Wasser hingegen kann der Maische mehr Spurenelemente entziehen.

Die Zutaten

Gerste - nur das macht es zum Malt

Wasser - und davon eine ganze Menge

Hefe - damit aus Zucker Alkohol werden kann

Fässer - die meisten sind ausgediente Bourbonfässer aus Amerika,
aber auch Sherry-Fässer und vereinzelt auch Weinfässer

Zeit - zum Reifen im mild-feuchten Klima

Die Lagerung

Whisky wird ab dem Finishing in Holzfässern gelagert. Hierbei erhält er durch die Reaktion mit dem Holz und den im Holz enthaltenen Stoffen seinen typischen Geschmack. Um dem Whisky das Atmen zu erleichtern, wird Holz mit einem geringen Harzanteil gewählt – typischerweise Eichenholz.

Die Größe eines Fasses – sie schwankt zwischen 160 und 500 Litern – bestimmt maßgeblich die Reifung des Whiskys, da er in kleinen Fässern prozentual mit mehr Holzoberfläche in Kontakt kommt als in großen Fässern.

Die Endlagerung des Whiskys muss laut Gesetz mindestens 3 Jahre dauern, damit sich dieser auch Whisky nennen darf. Die übliche Verweildauer eines Markenwhiskys liegt aber zumeist deutlich über 10 Jahre.

Die normale Reifung des Whiskys erfolgt während der ersten Jahre in normalen Eichenfässern. Danach ist ein Wechsel der Fässer häufig anzutreffen. Während der Nachreifung werden auch gerne frühere Sherry-, Portwein- oder Cognac-Fässer genommen, die dem Whisky noch eine besondere Note mitgeben.

Die Reife

Das Lagern und Reifen in Eichenfässern ist einer der entscheidenden Faktoren für den späteren Geschmack des Whiskys. Es wird geschätzt, dass Reifung und Lagerung über 60 Prozent des Geschmacks eines Malt Whisky ausmachen.

Während der Reifezeit nimmt der Whisky Gerbstoffe aus dem Eichenholz des Fasses auf, die seinen Geschmack stark mit beeinflussen. Von den Fässern erhält er auch seine spätere natürliche Farbe.

Durch die Holzporen kann Luft eintreten, aber auch ein Teil des Whiskys verdunsten. Dabei werden unerwünschte Stoffe mit ausgeschieden, sodass das Destillat mit der Zeit zu einem milden und feinen Whisky heranreift. Zirka 1,5 bis 2 % des Inhalts verschwinden so pro Jahr als "angels share" (Anteil der Engelein) in den Himmel. Rund um die Brennereien und Lagerhäuser schwebt ein unbeschreiblicher Duft in der Luft.